Am 20. September 1478 kam es zu einem entscheidenden Ereignis in Halle:
Weißack, damals Ratsmeister und Obermeister der Schuhmacherinnung, öffnete den Truppen des Erzbischofs das Ulrichstor der Stadt. Damit übergab er Halle faktisch an den Landesherrn, den Magdeburger Erzbischof Ernst II. von Sachsen.
Dieser Schritt war kein spontaner Akt, sondern stand im Zusammenhang mit:
- einem gescheiterten Aufstand der Zünfte gegen die Pfänner
- politischen Intrigen innerhalb des Rates
- dem gezielten Eingreifen des Erzbischofs, der seine Macht über Halle ausweiten wollte
Der Verrat hatte tiefgreifende Konsequenzen:
- Ende der städtischen Freiheit: Halle verlor seine weitgehende Autonomie nach rund 200 Jahren.
- Machtübernahme des Erzbischofs: Die Stadt wurde dauerhaft in das Erzstift eingegliedert.
- Strafen gegen die Pfänner: Viele führende Bürger wurden verhaftet, enteignet oder vertrieben.
- Bau der Moritzburg: Als Zwingburg errichtet, um die Stadt zu kontrollieren und zukünftige Aufstände zu verhindern.
Die Comicgeschichte erzählt von diesem Ereignis

















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